Der Umgang mit Süßem und Ideen für gesunde Knabbereien

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Süßigkeiten und süß-schmeckendes Essen sind bei Kindern bekanntermaßen hoch im Kurs. Die ganz normale Präferenz für den süßen Geschmack wird bereits durch die Muttermilch gefördert. Umso Wichtiger ist es, dass sie für die gesunde Entwicklung Ihres Kindes, den Süßigkeitenkonsum mit klaren Regeln abstecken.

Dazu haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt:

  1. Kaufen Sie erst gar nicht viele Süßigkeiten ein und legen Sie vor allem kein Lager Zuhause an.
  2. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind eine Tagesration an Süßigkeiten. Ein gutes Maß dafür ist beispielsweise eine offene Hand Ihres Kindes pro Tag. Hier zählt aber auch bereits das morgendliche Nutellabrot oder der versteckte Zucker in der süßen Limo rein J. Ist Ihr Kind schon etwas älter, können Sie mit Ihrem Kind auch eine Wochenration vereinbaren, die es sich selbstständig einteilen kann. Dann kann es selbst entscheiden, ob es alles auf einmal oder täglich eine Kleinigkeit isst.
  3. Ergänzend zur Süßigkeitenration können Sie auch feste Zeiten fixieren, an denen Ihr Kind Süßigkeiten naschen darf. So beugen Sie auch ständigem Nachfragen nach Süßigkeiten zu den übrigen Tageszeiten vor. Beispielsweise können Sie mit Ihrem Kind vereinbaren, dass es seine Ration direkt nach dem Mittagessen (das schont im Tagesverlauf den Blutzuckerspiegel) oder als Nachmittagssnack essen darf.
  4. Nutzen Sie Essen nicht als Mittel zur Belohnung oder zum Trost! Bestrafen Sie Ihr Kind nicht mit Süßigkeitenentzug! Das schürt eine emotionale und ungesunde Abhängigkeit zum Essen, die im Verlauf des Lebens zu Adipositas oder anderen Essstörungen führen kann.
  5. Lassen Sie Ihr Kind schon früh beim Einkaufen oder bei der Essenszubereitung mithelfen. Dabei lernt es nicht nur die unterschiedlichen Nahrungsmittel im rohen und zubereiteten Zustand kennen, sondern findet auch Spaß und Appetit an vollwertigen und gesunden Lebensmitteln.
  6. Das Essensangebot in Kita oder Kindergarten ist oft nicht so gesund, wie wir das vielleicht erwarten. Versteckte Zucker und wenig Vitamine machen das Essen für unsere Kleinen oft gar nicht so gehaltvoll. (Wir möchten Kitaessen hier nicht pauschal kritisieren, sondern lediglich darauf hinweisen, sich nach den Inhaltsstoffen und der Zubereitung zu erkundigen. In einigen Kitas ist das Angebot auch sehr frisch und ausgewogen.)
  7. Geben Sie Ihrem Kind keine süßen Getränke oder Süßigkeiten mit in den Kindergarten. Auch Nutella oder selbstgemachte Marmelade gehören an den heimischen Essenstisch, aber nicht in die Brotbox. Belegen Sie Ihrem Kind doch stattdessen ein leckeres Sandwich mit Putenbrust und etwas Gemüse.
  8. Gerade in Milchprodukten, wie Kinderjoghurt oder Milchschnitte verstecken sich oft Zucker, die den Insulinspiegel Ihres Kindes in die Höhe treiben und Heißhunger auslösen können. Verzichten Sie daher weitestgehend auf diese Nahrungsmittel.
  9. Als Elternteil sind Sie das nachzuahmende Vorbild Ihres Kindes! Daher sollten auch Sie einen moderaten und „gesunden“ Umgang mit süßen Lebensmitteln haben.

 

Ideen für gesunde Knabbereien:

  • Obst und Gemüse Rohkost Snack (wahlweise mit Dip oder Sesam)
  • Getrocknete Früchte
  • Naturjoghurt mit Beeren
  • Reiswaffeln, Knäckebrot, Vollkornkeks (in Maßen!)
  • Selbstgemachte Sandwiches
  • Tomate-Mozzarella- oder Frucht-Spieße
  • Dinkelbrot mit Gemüse als lustige Figur oder Gesicht auf dem Teller geformt